Freitag, 6. April 2012

Denver in Colorado, USA

Hallo und frohe Ostern! Ich war mal wieder unterwegs. Diesmal Ende März beruflich eine Woche in Denver. Sehr viel Freizeit hatte ich nicht, aber genug, um ein wenig die Gegend zu erkunden und ein paar sehr schöne Fotos zu machen. Christian, ein Kollege aus Denver, mit dem ich schon seit 1,5 Jahren remote zusammen arbeite, hatte mir angeboten mit mir am Sonntag nach meiner Ankunft in die Berge zu fahren. Das habe ich natürlich sehr gerne angenommen.


Er hat mich morgens am Hotel abgeholt und dann sind wir los nach Manitou Springs um auf den Gipfel des Pikes Peak zu fahren. Pikes Peak ist angeblich der meistbesuchte Berg in Nordamerika und der zweitmeistbesuchte in der Welt nach dem Mt Fuji in Japan. Unter den 54 Rocky Mountain Gipfeln in Colorado ist er mit 4300 m  "nur" der 31st-höchste. Allerdings liegen die Gipfelhöhen der Rocky Montains alle um die 4000+ m. Es gibt also keinen großen Unterschied zw. dem höchsten Gipfel und Pikes Peak. Seine Popularität kommt wohl durch die leichte Erreichbarkeit für Jederman. Denn für 35 USD fährt eine Zahnradbahn von Manitou Springs bis auf den Gipfel: die rote Cog Railway. Der erste Teil der Strecke geht vorwiegend durch Wälder. Wenn man da einmal heraus ist, eröffnen sich tolle, weite Ausblicke. Die Luft da oben ist übrigens ganz schön dünn. Uns war nach dem Aussteigen sofort schwindelig und das hielt auch die ganze Zeit oben an. Sauerstoffmangel sei Dank ;)

Toller Ausblick vom Gipfel des Pikes Peak

Die Rocky Mountains

Auf der Fahrt nach oben haben wir im Tal rote Felsen gesehen. Die heißen Garden of the Gods und auf dem Rückweg sind wir dort vorbeigefahren, um uns das anzusehen. Diese unterschiedliche und kontrastreiche Natur ist wirklich wunderbar. Seine roten Sandsteinformationen aus 65 Millionen Jahre alten Sedimenten ähneln denen der Red Rocks westlich von Denver. Der Name Colorado (bunt) soll auf diesen farbigen Sandstein zurückgehen. Es ist ein beliebtes Ausflugsziel zum Wandern, Reiten und Mountain Biking. Die ungewöhnlichen und steilen, teilweise bizarren Felsformationen mit Namen wie „Kissing Camels“ oder „Weeping Indian“ locken außerdem viele Bergsteiger an, wie ihr auf den folgenden Bildern sehen könnt.

...als endlich die Kinder aus dem Bild waren.

Die Farbe der Felsformationen geben einen schönen Kontrast zum Grün

Ein Kletterer... man beachte links den "Bergführer" mit dem iPad ;)

Die Aussicht genießen

Damit war der Sonntag auch schon vorbei und nach dem Vergnügen folgt bekanntlich die Arbeit. Trotzdem bin ich an einem Abend nach Denver rein, um  das State Capitol zu sehen und zu fotografieren. Es waren viele Menschen dort, denn überall in den USA gab es Demos wegen des Todes des 17-jährigen Treyvon Martin. Erschossen von einem Mitglied einer Bürgerwehr. Angeblich in Notwehr, weshalb die Polizei den Schützen freiließ. Tja, das zeigte mir einmal mehr, warum die USA für Urlaub toll ist, aber für mich als Gesellschaft zum Leben einfach nicht passt. Zu viel Scheinheiligkeit, Doppelmoral und Ungerechtigkeiten unter dem Deckmantel von Freiheit in einer von Angst geprägten Gesellschaftsstruktur.

Vom State Capitol bin ich dann die 16th Street Mall zurück ins Hotel gelaufen. Das ist quasi die Einkaufsmeile mit vielen Restaurants und Bars. Weder in San Francisco noch in New York habe ich jemals so viele obdachlose und mittellose Menschen die Straße säumen sehen. Mit ihren Tüten voll ihrer letzten Habseligkeiten und nach Wechselgeld bettelnd. Willkommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten... und Finanzkrisen. 

Protest für Treyvon Martin auch in Denver

Sammelaktion zum Erhalt des State Capitol...

...und ich dachte erst es wäre eine Unterstützung für die allgemeine Krankenversicherung

Mein Hotel wie auch das Büro war in Denver Downtown. Das ist quasi nördlich des Denver City Centers auf einem Hügel gelegen. Ich bin jeden Morgen die 10 Minuten zu Fuß ins Büro gelaufen und konnte die Aussicht auf die Skyline von Denver genießen. Und natürlich hatte ich mein Gorillapod dabei. So bin ich an einem Abend als es Dunkel wurde Richtung Büro gegangen und habe mir einen guten Platz gesucht, um ein paar Nachtaufnahmen der Denver Skyline zu machen. Vielleicht wird das auch ein nächstes Fotoprojekt von mir: Skyline Nachtaufnahmen von Städten zu sammeln. Ende April ist ja New York mein nächstes Ziel. Mal sehen...

Denver von Downtown aus

Der North Speer Blvd führt über den Plate River ins Denver City Center

Fotografiert über den stark beleuchteten Parkplatz des Büros - daher die Lichtflecken rechts

Insgesamt war es eine gute Woche. Ich habe nette Kollegen kennengelernt, die ich bis dato nur vom Telefon her kannte. In unseren Meetings hatten wir gute Diskussionen und gute Fortschritte gemacht. Zudem habe ich Colorado ein wenig kennen gelernt. Sehr schöne Landschaften gibt es hier. Die Menschen sind sehr offen und freundlich (wie immer in den USA). Da können wir noch etwas lernen.

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